Junge Probleme

 

DSC_0265 (Large)Sollten Stierkämpfe sofort verboten werden? Sollte Sterbehilfe verboten sein? Oder sollte die Organspende Pflicht sein? Solche Themen sind einige, mit denen sich die Schüler an unserer Schule auseinandersetzen müssen. Die Streitfragen umfassen alle Bereiche und stellen eine Herausforderung für die meisten Schüler da. An einer Schule, in der Interpretation, Analyse und allgemein die Darstellung der eigenen Meinung eine große Rolle spielen, ist „Jugend debattiert“ ein tolles Angebot dafür, das genau zu fördern. Die Debatten werden 24 Minuten lang gehalten und sind systematisch aufgebaut. Es gibt eine freie Aussprache und Debatte zwischen allen Teilnehmern und davor und danach jeweils eine Einleitung sowie auch einen Abschlussmonolog, um den Standpunkt und die starken Argumente hervorzuheben. So werden Klassensieger und später auch Schulsieger ermittelt. Diese messen sich dann mit Schülern der anderen Deutschen Schulen in Spanien und Portugal.
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Unsere Schule ist im Allgemein immer stark gewesen. Vor wenigen Jahren wurde Spanierin im Landesfinale Zweite. Die Debatten sind oft schwer, die Stellung, die man einnehmen muss, bestimmt der Lehrer und oft vertritt man nicht seine eigene Meinung. Die Jury aus Schülern und Lehrer betrachtet viele Punkte kritisch, wie zum Beispiel die Überzeugungskraft der Argumente oder deren Plausibilität. Ich kann als Debattant sagen, dass man sehr nervös ist und dass das Ende einer Debatte eine große Erleichterung ist. Allerdings lernt man dadurch auch, dass man keine Meinung besitzen kann, ohne die andere Seite gehört zu haben. Es ist auch lustig, wie sich manchmal Mitschüler von der Meinung anderer überzeugen lassen. Zwei Schüler aus meiner Klasse werden in diesem Jahr unsere Schule im Wettbewerb auf Landesebene vertreten. Wir drücken ihnen fest die Daumen!

 

 

 

Spanisch zu Hause, Deutsch in der Schule
Verlassen im Gulag

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