Osterbräuche in Deutschland und Spanien

Nach den kalten Wintertagen in den letzten Monaten bahnt sich der Frühling ein Weg in unseren Alltag und begrüßt uns mit seinen ersten warmen Sonnenstrahlen und frischem, süßen Blumengeruch in der Luft. Und so rückt auch die Osterzeit in Deutschland und Spanien immer näher. Man wird umringt von vielen verschiedenen Arten von Ostereiern und Osterhasen.

Obwohl der Brauch mit dem Osterhasen hier in Spanien erst seit kurzem bekannt ist, wächst die Anzahl der Schokoladenhasen oder -eier im Supermarkt. Der Osterhase darf nicht fehlen: ob in Kinderliedern wie „Stups der kleine Osterhase“ oder als Plüschtier. Aber habt ihr euch schon mal gefragt, woher der Brauch mit dem Hasen und den Eiern überhaupt kommt?

Angefangen hat es alles im Mittelalter, als die Bauern am Gründonnerstag Eier gesammelt und als Pachtzinsen weitergegeben haben.

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Der deutsche Arzt Georg Franckenau beschreibt im 17. Jahrhundert als erster den Brauch, den Hasen und die Eier als Symbol für die Fruchtbarkeit, den Frühling und den Neuanfang nach der Fastenzeit anzusehen. Da während der Fastenzeit nicht so viele Eier und Hasen gegessen wurden, wurden sie für die Zeit danach gesammelt, für die Osterfeiertage. Deshalb symbolisieren der Hase und die Eier das neue Leben. Das Ostereiersuchen hat auch einen christlichen Ursprung, denn es steht für die Suche der Erkenntnis.

Auch in Spanien wird Ostern sehr groß und leidenschaftlich gefeiert. Hier in Spanien geht die sogenannte Semana Santa, die heilige Woche, vom Palmsonntag bis zum Ostersonntag. Am Jueves Santo (Gründonnerstag) wird das letzte Abendmahl gefeiert, am Viernes Santo (Karfreitag) wird an den Tod von Jesu am Kreuz gedacht, am Sábado Santo (Karsamstag) ist Grabesruhe und am Domingo de Pascua (Ostersonntag), dem wichtigsten Tag des Kirchenfestes, wird die Auferstehung Jesu Christi zelebriert. Eine sehr wichtige Tradition in Spanien sind die Prozessionen, die Szenen von Jesus und seiner Mutter Maria darstellen. Auch wird in La Mancha, Kastilien, in einigen Orten von Madrid und Andalusien eine Puppe verbrannt, welche Judas darstellt. In Burgos und Navarra wird „La Bajada del Ángel“ gefeiert, bei der ein verkleidetes, herabschwebendes Kind einen Engel darstellen soll. Wichtig in Katalonien ist, dass während der Prozessionen die sogenannten Caramellas (Musikwerke) auf den Straßen gesungen werden.

Im Allgemeinen steht fest, dass es in Spanien sehr regional abhängig ist, wie die Semana Santa gefeiert wird, Prozessionen spielen dabei aber immer eine sehr wichtige Rolle.

 

Paloma Schneider (10a) und Nalani Wulff (6a)

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